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Was darfst du über lebende Verwandte speichern und teilen?

Bei Ahnenforschung geht es nicht nur um Verstorbene. Du berührst auch Daten lebender Menschen. Für private Notizen gilt: Sammle nur, was du wirklich brauchst, teile nichts Sensibles ohne Einverständnis und behandle Familiengeschichten mit Respekt.

Was darf ich über lebende Verwandte speichern?

Für deinen privaten Familienbaum kannst du einfache Grunddaten notieren, wenn du verantwortungsvoll damit umgehst. Dazu gehören Namen, Verwandtschaftsbeziehungen und vielleicht grobe Lebensdaten. Trotzdem gilt: Nur weil du etwas weißt, musst du es nicht speichern.

Bei lebenden Personen solltest du sparsam sein. Vollständige Geburtsdaten, aktuelle Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Gesundheitsdaten, Adoptionen, Scheidungen, Konflikte oder finanzielle Informationen sind besonders sensibel.

Frage dich bei jeder Angabe: Brauche ich das wirklich für den Familienbaum? Würde die Person sich damit wohlfühlen? Könnte diese Information schaden, wenn sie weitergegeben wird?

Eine gute einfache Regel lautet: Verstorbene Vorfahren dürfen ausführlicher dokumentiert werden, lebende Menschen nur vorsichtig. Aber auch Informationen über Verstorbene können lebende Angehörige betreffen. Ein altes Geheimnis kann heute noch wehtun.

Wenn du unsicher bist, schreibe weniger auf oder halte die Notiz privat.

Was sollte ich nicht ohne Erlaubnis teilen?

Teile keine vollständigen Geburtsdaten lebender Personen ohne Erlaubnis. Teile auch keine aktuellen Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder Ausweiskopien.

Sei besonders vorsichtig mit Fotos von Kindern, Hochzeiten, Krankheiten, Streit, Adoption, leiblicher Herkunft, unehelichen Kindern oder DNA-Ergebnissen. Solche Themen gehören nicht ungefragt in öffentliche Stammbäume oder Familiengruppen.

Auch scheinbar harmlose Daten können zusammen viel verraten. Name, Geburtsdatum und Wohnort sind in Kombination sensibel. Deshalb ist Zurückhaltung kein Misstrauen, sondern Schutz.

Wenn du einen Familienbaum an Verwandte schickst, entferne oder kürze Daten lebender Personen. Du kannst zum Beispiel nur „lebt“ schreiben oder nur den Vornamen nennen. Noch besser ist: Frage vorher.

Veröffentliche nichts online, nur weil es technisch möglich ist. Familiengeschichte ist persönlich. Nicht jedes Detail gehört ins Internet.

Wie frage ich nach Einverständnis?

Frage einfach und konkret. Nicht: „Darf ich alles verwenden?“ Besser: „Darf ich deinen Namen und dein Geburtsjahr in meinem privaten Familienbaum speichern?“ Oder: „Darf ich dieses Foto in der Familiengruppe teilen?“

Erkläre, wofür du die Daten nutzt. Sag, ob der Baum nur bei dir bleibt, an Verwandte geht oder online veröffentlicht werden soll. Menschen können nur zustimmen, wenn sie verstehen, wozu.

Akzeptiere ein Nein ohne Diskussion. Ein Nein ist kein Angriff auf dein Projekt. Es ist das Recht der Person, über eigene Daten und eigene Geschichten mitzubestimmen.

Notiere dir Zustimmung kurz. Zum Beispiel: „Peter einverstanden mit Name und Geburtsjahr, Gespräch am 5. Juli 2026.“ Das muss nicht kompliziert sein.

Wenn jemand später seine Meinung ändert, respektiere das. Entferne oder kürze die Daten, soweit es für dich möglich ist.

Warum ist ein lokaler Familienbaum besser für die Privatsphäre?

Ein lokaler Familienbaum bleibt auf deinem Gerät oder in deinem Browser. Du musst deine Daten nicht automatisch an einen fremden Server hochladen. Das ist besonders gut, wenn du noch sortierst, prüfst oder sensible Notizen hast.

Lokales Arbeiten gibt dir Ruhe. Du kannst erst sammeln und nachdenken, bevor du etwas teilst. Gerade am Anfang sind viele Angaben unsicher. Es ist besser, sie nicht sofort online zu stellen.

Ein Konto ist bequem, aber es bedeutet oft auch, dass Daten bei einem Anbieter liegen. Das muss nicht schlecht sein, aber du solltest bewusst entscheiden. Lies immer, was mit deinen Daten passiert, bevor du sie hochlädst.

Bei MyFamilyThree bleiben die Daten im Browser. Das passt gut zu privater Ahnenforschung, weil du selbst entscheidest, was du exportierst, sicherst oder weitergibst.

Trotzdem brauchst du eigene Sicherungen. Lokal heißt nicht automatisch unzerstörbar. Exportiere regelmäßig eine Kopie und bewahre sie sicher auf.

Wie gehe ich mit sensiblen Familiengeschichten um?

Manche Funde sind überraschend. Vielleicht entdeckst du eine Adoption, eine unbekannte Vaterschaft, eine frühere Ehe, ein uneheliches Kind, eine Haft, eine Krankheit oder einen Streit. Solche Informationen können lebende Menschen stark treffen.

Überlege zuerst, ob die Information sicher ist. Ein einzelner Hinweis ist noch kein endgültiger Beweis. Prüfe Quellen und vermeide schnelle Schlussfolgerungen.

Sprich nicht öffentlich darüber. Wenn du reden musst, wähle eine vertrauenswürdige Person und bleibe respektvoll. Sensation hilft niemandem.

Trenne Forschung von Veröffentlichung. Du kannst eine private Notiz behalten, ohne sie in einem geteilten Stammbaum zu zeigen. Das ist oft die beste Lösung.

Familiengeschichte soll verbinden, nicht verletzen. Wahrheit ist wichtig, aber Zeitpunkt, Ton und Schutz sind es auch.

Häufige Fragen

Gilt Datenschutz auch für private Ahnenforschung?

Auch wenn rein private Nutzung oft weniger streng behandelt wird als öffentliche Veröffentlichung, solltest du vorsichtig sein. Lebende Menschen haben ein Recht auf Schutz ihrer Daten. Für Veröffentlichung oder Weitergabe brauchst du besonders viel Sorgfalt.

Darf ich Fotos von Verwandten in den Familienbaum aufnehmen?

Für private Nutzung kannst du Fotos sammeln, aber beim Teilen solltest du fragen. Bei lebenden Personen und Kindern ist besondere Vorsicht nötig. Veröffentliche Fotos nicht ungefragt online.

Was mache ich, wenn jemand nicht im Baum erscheinen möchte?

Respektiere den Wunsch. Du kannst die Person weglassen, anonymisieren oder nur eine Platzhalter-Notiz verwenden. Der Familienfrieden ist wichtiger als ein vollständig sichtbarer Baum.

Nächster Schritt

Gehe deinen Familienbaum durch und markiere alle lebenden Personen. Kürze sensible Angaben und frage nach, bevor du etwas teilst. In MyFamilyThree kannst du erst lokal sammeln und dann bewusst entscheiden, welche Daten du weitergibst.

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